Ein Geburtstagsgeschenk konnte ich dieses Jahr nicht ablehnen: mit der ÖBB Vorteilscard am Geburtstag gratis ÖBB fahren. In einem Gespräch mit erweiterter Familie ergab sich dann knapp davor die Idee, nach Bad Ischl zu fahren.

Schon beim Aussteigen aus dem Zug schlug mir die Hitze entgegen. 32 Grad waren dann doch deutlich mehr, als ich mir für meinen Geburstagswandertag gewünscht hätte. Von Schatten zu Schatten wanderte ich mit dem Hund erstmal durch die Innenstadt, entlang mehrerer Adventure Labs, die neben der berühmten Konditorei Zauner auch noch andere süße Verführungen sowie Sehenswürdigkeiten zeigten. Wegen des Wherigos Lovely Bad Ischl (leider nicht abgeschlossen), hatte ich eine virtuelle Sachertorte dabei und konnte nicht zum Zauner gehen. Mir war aber sowieso nicht nach Süßem, es war einfach zu heiß.

Da ich in Begleitung des Hunds unterwegs war, konnte ich die Kaiservilla nur von außen begutachten. Da meine Zeit begrenzt war, hätte ich aber vermutlich eh keine Ruhe dafür gefunden. Den Park rundherum durfte hingegen auch der Hund besuchen. So gelangten wir durch einige schweißtreibende Schritte bergauf zu einer Aussicht, von der auch der gegenüberliegende Siriuskogl, der im Buch vom Literaturcache eine Rolle gespielt hatte, gut sichtbar war.

Auf der Wiese neben dem Marmorschlössl stehen zwei Häuschen auf Füßen herum: eine aktuelle Kunstinstallation von Jakob Lena Knebl:
Die beiden Hütten auf Hühnerfüßen, Glinda mit Besen und Elphaba mit Rauchfang, sind Jakob Lena Knebls Interpretation der Behausung der Waldfrau Baba Jaga, einer Sagenfigur, die im slawischen Raum weit verbreitet ist. Ursprünglich als mächtige, weise alte Frau verehrt, wurde sie durch das Christentum zur Hexe umgedeutet. In unseren Breiten lässt sich die Figur der Baba Jaga am ehesten mit der Hexe aus dem Märchen Hänsel und Gretel der Brüder Grimm vergleichen. (Jakob Lena Knebl, Glinda und Elphaba, 2026)


Vor der Fahrt gelang mir noch die Lösung des Literatur-Caches Royaler Mord, knifflig versteckt, aber nach einigem Schauen und Grübeln doch noch gefunden. Der Hund entschloss sich während der Wartezeit zu einer dramatischen Geste und ließ sich hechelnd auf die Seite fallen. Mit Erfolg: Ein Gast aus dem nahen Gastgarten hatte diesen Stunt beobachtet und kommentierte: „Jössas, die Batterie ist leer!“. Und brachte dem Hund dann frisches Wasser, das natürlich viel besser schmeckte als meins aus der Flasche.

Dem D-Rating von 4,5 hätte ich vermutlich entnehmen können, dass es für Bahnhof Bad Ischl mit einem Puzzle nicht getan sein würde. Das erste Puzzle konnte ich auf der Fahrt dorthin gerade noch fertigstellen und wurde prompt mit einem Link zu einem weiteren Puzzle beworfen. Spannend fand ich auch die Koordinaten für den LAB-Bonus Brunnen in Bad Ischl, die sich deutlich außerhalb von Bad Ischl am Fuße der Katrin Seilbahn befinden. Die Gründe für einen weiteren Besuch in Bad Ischl oder generell in der Gegend sind also vielfältig, ich möchte ja auch mal mit der Schafbergbahn fahren. Irgendwann in nicht allzuferner Zukunft schaffen wir das hoffentlich.










