Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

Ottenschlag

bunte Zelte auf einer grünen Wiese vor hellblauem, leicht bewölktem Himmel, durch die Krone eines Baums rechts im Bild scheint die Sonne

Das Håck ma’s Castle führte mich (und einige andere Wesen) für ein verlängertes Wochenende nach Ottenschlag, wo wir neben dem Schloss auf der Apfelwiese unsere Zelte aufschlugen. Neben den beiden Programmpunkten, die ich vorab eingereicht hatte, blieb auch noch viel Zeit für Soziales, Karaoke und etwas Geocaching.

Wald mit hohen Nadelbäumen und Sonnenlicht, das zwischen den Bäumen durchscheint, der Boden ist mit trockenen Nadeln, hellgrünem Moos und trockenen Ästen bedeckt

Für Freitag Nachmittag hatte ich eine Führung beim Waldviertler Mohnhof organisiert, mein Bericht dazu ist auf der C3W-Webseite zu finden. Mit dem Bus war der Mohnhof in zwei Stationen zu erreichen, es hatte sich jedoch ohne meine Mitwirkung eine Wandergruppe zusammen gefunden. Nach absolvierter Führung schloss ich mich dieser an und wanderte durch den Nadelwald auf abwechselnd steinigem und weichem Boden zurück nach Ottenschlag.

massiver runder Turm mit einem spitzen Dach vor bewölktem Himmel, das Licht ist Abenddämmerung, im Vordergrund unten ein Leuchter mit fünf Lampen an einer Art Holzgalgen, die einzelnen Lampen sind in Plastiksäcken verpackt

Am Samstag fand dann das von mir organisierte Geocaching Event „Be Blob“ statt. Zu meiner Überraschung kamen tatsächlich auch Menschen dazu, die nicht das Håck ma’s besuchten. Es war eine bunte Mischung aus erfahrenen Geocacher:innen und Menschen, die nur hin und wieder geocachen oder auch gerade erst ihre ersten Erfahrungen sammeln. So kam es zu einem regen Austausch. Mit 16 Zeichnungen des inneren Blobs der Teilnehmenden begab ich mich zurück zum Schloss. Samstag Abend und Sonntag vor der Heimfahrt hatte ich dann noch Zeit für Spaziergänge durch Ottenschlag, um selbst noch ein paar Geocaches zu besuchen.

ein mit Pflanzen überwachsener Gang in der Nacht, vom Eisengestänge, an dem sich die Pflanzen ranken, hängen drei beleuchtete „Quallen“, von den leuchtenden „Köpfen“ der Quallen hängen jeweils mehrere leuchtende Streifen nach unten

Das Håck ma’s war insgesamt mein liebstes Camp überhaupt. Es waren so viele liebe Wesen dabei, manche schon vorher bekannt, manche neu kennen gelernt. Die Essensversorgung war ausgezeichnet. Die Küchengespenster (die freiwilligen Helfer:innen heißen beim Håck ma’s Gespenster) haben neben dem ewigen Frühstück und dem Abendessen für mehr als 300 Menschen täglich für Menschen mit verschiedensten Nahrungsunverträglichkeiten extra gekocht. Es war ein Wochenende mit viel Chaos-Wahnsinn, viel Party, viel Zusammenhalt. Es wurde viel Fokus auf Barrierefreiheit gelegt, zB mit taktilen Schildern für blinde Menschen und Rampen für Menschen und ihre Rollstühle. Die Gehörlosen-Community war einfach besonders sichtbar zB mit der Bar, wo auch mittels Miniatur-Getränken bestellt werden konnte. Meine Lieblingsdekorationselemente seht ihr auf den Fotos oben und unten (Quallen und Disco-Tetrapod).

Blick nach oben auf eine Discokugel in Form eines Tetrapods inmitten eines runden Eisengestänges, an dem Lampen befestigt sind, das gesamte Foto ist eine Lichtstimmung in grün, blau und violett, an der Decke hinter der Discokugel zeigen Streifen in diesen Farben in die verschiedenen Richtungen